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Ja, Ihr habt ja recht. Bin jetzt seit 2,5 Wochen da und hab noch nicht mal tschüß gesagt; von diesem Blog und Euch, treue Leserschaft. Ja, 9 Monate sind verdammt schnell rumgegangen, man lebt sich schneller wieder ein als es einem eigentlich lieb ist, andererseits hat das natürlich auch seine Vorteile und Angenehmlichkeiten, Andrea und ich haben die 9 Monate wunderbar ‘überstanden’ und so gaaaanz langsam greift das normale Leben wieder um sich. Aber bißchen kann es auch noch warten. Ja, und eine Weltreise war da ja auch noch. Im Moment hab ich mir noch nicht mal selbst das Blog durchgelesen, was aber für meine Erinnerungen und Auffrischung der schon etwas zurückliegenden Orte dringend nötig wäre. Irgendwann wird es dann auch noch ausgewählte Fotos geben und diese Seite wird (hoffentlich) immer bestehen bleiben. Also wenn mal jemand Ideen oder Anregungen braucht. Nur zu. Vielleicht werde ich auch noch mal die Muße haben, mich hinzusetzten und eine philosophische Abhandlung schreiben … aber im Moment möcht ich das nicht mir und nicht Euch zumuten ;-)
…. ja, und da hat heut doch glatt mal die Sonne geschienen. Aber jetzt stand natuerlich noch das Sight-Seeing-Programm an. Rauf zur Jesusstatur, durch Santa Teresa gegangen, im falschen Bus gesessen und solche Spaesse. Also nichts mit Strand und Copacabana und so. Ja, und morgen frueh um 10h gehts dann in den Bus zum Airport und das war es dann. Seit gestern bin ich gedanklich schon wieder zu Haus. Freu mich auch tatsaechlich wiederzukommen. Nach 9 Monate ist das dann ja doch schon ne Weile; obwohl fuer mich diese Zeit natuerlich wahnsinnig schnell rumgegangen ist. Aber “zu Haus” hat ja auch so seine Vorzuege …
Zum Glueck regnet es nicht mehr. Aber die Wolken haengen weiter tief zwischen den ganzen Bergen. Ist hier alles recht huegelig, drumherum. Daher lohnt auch kein Sightseeing-Programm, denn alle Attraktionen mit Panoramablick sind in den Wolken, fuer Strand ist es dann doch ein Tick zu kuehl, also geht man auf einen Sonntagsmarkt und kuriert den Hangover der letztnaechtlichen Terrassensitzung. Mittwoch soll es, das Wetter, dann wieder besser werden. Super, den Tag an dem ich in den Flieger steige. Na, schaun wir mal.
Meine direkte Fahrt nach Rio hat sich als richtig erwiesen, da es gestern wie aus Eimern gegossen hat. Und ich mit Shorts, T-Shirt und Flip-Flops durch die City. Wenn man kaum was an hat, kann man ja auch nicht wirklich nass werden. Ansonsten eine Stadt wie jede andere; wolkenverhangen, trueb, geschaeftig, voll … aber die Menschen wieder freundlich und hilfsbereit. Kaum stellt man sich irgendwo unter, um vor den Wasserfluten Schutz zu finden, wird man angesprochen und in Gespraeche verwickelt. Obwohl die Bevoelkerung hier optisch durchaus gemischt und unterschiedlich ist, also nicht homogen, sieht man mir wohl doch an, dass ich ein Besucher bin. Also ich kann nicht unterscheiden, wer hier wohnt und wer Touri ist.
Gestern Abend dann mit paar Leuten aus dem Hostel in ein Samba Konzert. Also Hut ab, die Brasilianer wissen zu feiern. Und die Musik ist auch nicht gerad von schlechten Eltern. Nur bloed dann, dass mein Zimmer direkt an de m Open-Air Fruehstuecksraum liegt … ab 9 Uhr hat man da Trubel; nicht so gut fuer meinen Kopf. Gleich gehts dann mal wieder in ein Shopping-Center und wenn morgen dann das Wetter wieder besser ist . .. bisschen Sight-Seeing und an den Beach.
jawohl …. und damit ist es wieder Zeit, eine Top 5, nicht die letzte, zu veroeffentlichen. Heute: Top 5 der Gaudis (oder der Anstrengung oder des Adrenalins oder was auch immer), in nicht zu beurteilender Reihenfolge:
Ja, und dann geht alles viel schneller als man sich das vorstellt. Suedlich von Rio war schlechtes Wetter und was soll ich auf einer Insel mit den schoensten Straenden wenn es dort 16 Grad sind und bewoelkt ist? Diesen Wetterumschwung hab ich heute morgen festgestellt. Also gleich nach Rio weitergefahren. Meine letzte Busfahrt, meine letzte Herberge, … , die Zeit meiner “letzten dies und das” scheint angebrochen zu sein … nun gut, wenn´s so sein soll….. morgen dann mal wieder bisschen shoppen gehen. Hier in Rio haben die Shops Sonntags dicht, scheint ja wie in D zu sein …… und Samstag dann auf den Zuckerhut, Sonntag noch mal kurz an Strand und dann schaun wir mal, ob ich den Flug um zwei Tage vorbuchen kann …. keiner wiess es …. ach ja, Caipi ist lecker :-)
So, und nun, wie angekuendigt, in der schoensten kolonialen Stadt Brasiliens. Also, ist wirklich schoen, alle Haeuser im Stadtkern sind schon etwas aelter. Dort selber duerfen keine Autos und Mopeds fahren, es wurden einfach Ketten ueber die Strassen gehangen. Dazu eine grosse Bucht mit vielen kleinen Inseln, gruenes Gebrige im Hintergrund und die brasilianische Freundlichkeit der Menschen. Sehr schoene Straende soll es 40 Busminuten entfernt geben; aber die schenke ich mir: morgen gehts zur Ilha Grande, mit mehreren Top-of-the-World-Beaches … nochmal zwei Tage ausspannen und Buch zu Ende lesen und so.
Hatte ja noch ganz vergessen … im Hostel gab´s noch einen leckeren Grillabend (siehe Fotos). Mal wieder das beste Steak meines Lebens gegessen. Weiss gar nicht, ob ich jemals wieder in D grillen moechte … Ansprueche sind da jetzt etwas gestiegen … aber vielleicht kommen wir ja nahe ran. Wenn es dann naechste Woche aufhoert zu regnen, sollte ja auch langsam mal die Grillsaison losgehen. Also ich bin im Training :-)
So, nachdem ich mich dann ein ganz kleinwenig mit Shopping (3 neue Hosen, 2 Jacken, 1 T~Shirt, 2 Paar Schuhe) abgelenkt und ein Paket von 6 kg mit alten Sachen zur Post gebracht habe, geht es mir so langsam wieder etwas besser. Buenos Aires selbst gefaellt auch sehr gut, endlich mal wieder eine Stadt in der man sich wohl gefuehlt hat. Bin da ja gerade 3 Tage durchgerannt (u.a. 3 Stunden mit dem 6-kg Paket da ich von Postamt zu Postamt geschickt wurde). Jetzt bin ich auch schon in Brasilien und morgen in der “schoensten Kolonialstadt” Brasiliens. Und tags drauf fuer das letzte Mal am Strand. Hab nur irgendwie keine Lust mehr Fotos zu machen … komisch.
Er ist weg. Es ist passiert. Das, was mal eintreffen musste. Nur jetzt kurz vorm Ende ist das richtig Kacke! Ich hab meinen MP3-Player im Bus liegen lassen. In dem Moment als ich hier im Hostel den Rucksack aufmachte, wusste ich es! Gleich wieder zum Busbahnhof, Bus anrufen lassen, aber (natuerlich) nichts! 2.800 Fotos … weg! Ok, die erste Haelfte ist auf CD in Deutschland, aber komplett Suedamerika und Australien/Sydney nur noch in der Groesse wie hier im Blog. Und das ist nicht ueppig. Dazu noch paar Alben Musik, die ich nicht wieder bekommen werde.
Es ist zum heulen. Eigentlich muesste ich jetzt ins Bett und weinen, geht aber schlecht im 4-Bett-Dorm. Da biste in Buenos Aires und kannst das nicht richtig geniessen! Das zieht echt runter, aber so richtig! Geh jetzt entweder shoppen oder setz mich in eine Bar …
So, heute morgen dann mit einem etwas dickerem Kopf, dank sei dem Whiskey auf meiner Terrasse, auf die brasiliansiche Seite der Faelle gefahren, soll heissen, hatte einen etwas besseren Panoramablick, war aber auch weiter Weg vom Wasser. Ansonsten nicht viel neues passiert. Ausser, das ich anscheinend ein “Sprich-mich-an”-Schild auf der Stirn habe. Ein aelterer Argentinier hat mir seine Lebensgeschichte bei Siemens in Koeln erzaehlt, ein 10-jaehriges Maedchen hat mich benutzt um ihre Englischkenntisse waehrend der Ferien aufzubessern und jeder wollte mich mit meiner Kamera vor den Wasserfaellen fotografieren; sehr hilfsbereit das Volk hier. Ach ja, auch mal wieder klitschnass geworden.
Gleich gehts dann wieder uber Nacht in den Bus und ab morgen frueh bin ich fuer 2,5 Tage in Buenos Aires ….. jaeh ;-!
Und was fuer ein Wahnsinn.Die Wasserfaelle sind mit das Beste, was ich gesehen habe. Ca. 8 Stunden ueber, unter und durch die Faelle gelaufen. 30 Fluesse lassen ihr Wasser zu den Klippen fliessen,verteilen sich auf 4 km Breite und stuerzen ca. 74 m in die Tiefe in 275 einzelnen Wasserfaellen. Unglaublich. Jede Sekunde sind das 1.750 Kubikmeter (in der Regenzeit bis zu 12.750). Ja, und waehrend man so durch die schattigen Dschungelpfade tigert, saeumen tausende Schmetterlinge den Weg, hin- und wieder taucht mal ein amarillo oder ein wildes Meerschwinchen auf,Geier warten auf tote Fische, an den Aussichtsplattformen wird man klitschnass, immer hoert man von nah oder fern das Getoese der stuerzenden Fluten und man weiss nicht, ob man nun nassgeschwitzt oder -geniesselt ist ….. aber das ist dann auch egal. Morgen geht´s dann ueber die Grenze zum brasilianischen Teil der Faelle. Ach ja, fuer die Herren Quartier, Schneider und Wolf …. VicFalls sind ja schon bisschen klein ;-)
So, und dann mal raus aus Bolivien. Schoen auf einer Urwaldpiste abgehoben (woich nicht bei Regen starten oder landen will) und in den Suedosten Boliviens nach Santa Cruz. Dann ueber Nacht, fuer 15 Stunden, rein in einen Zug und nach Brasilien rueber.Gleich in den naechsten Bus fuer 6 Stunden zu so einer Stadt wo die Pantanaltouren losgehen. Nur leider hatte der Bus ein kleines Problem mit dem Keilriemen und wir kamen erst an als die ganzen Travel-Agencies schon dicht hatten. Also was machen? Einen Tag verschenken und warten oder gleich weiter? Ich meine, wenn interessiert auch schon so ne kleine oede Schlange? Also weiter, ne halbe Stunde spaeter sass ich wieder fuer 12 Stunden im Bus und bin jetzt an den Iguaco Wasserfaellen; in Argentinien bei Brasilien. Etwas bloed nur, irgendwie habg ich mir im Zug einen Floh eingehandelt; tja, und wenn man dann 2 Tage nicht aus seinen Klamotten rauskommt und man ca. 30 Bisse bekommt … dat juckt schon ganz schoen dolle!Aber ich kann Euch sagen … die Steaks in Argentinien …. eine Wonne.
2,5 Stunden Bootfahren in die Wildnis, kein Strom, und nur ein Dach ueber dem Kopf und Moskitogitter als Waende. Herrliche Lage direkt am See. Affen springen durch die Baeume, Blattschneiderameisen verrichten ihre Taetigkeit. Man sieht vor lauter Baeumen mal wieder den Wald nicht. Der Wind rauscht durch die Baumwipfel, doch diese bewegen sich kein Stueck!? Sogenannte Bruell- oder Schreiaffen verstaendigen sich mit diesen Toenen. Was machen die blos, wenn es mal wirklich windig ist? Haengematten laden auf der oberen Ebene der Lodge zum lesen ein. Geschlafen hab ich wie ein Gott. Hab jetzt ja schon haeufig gut geschlafen, aber hier im Dschungel, das war der Hammer, der Hammerschlaf. Und am Ende durften wir uns noch einen Ring aus einer Nuss pfeilen und schmirgeln. Jetzt trag ich wieder ein Schmuckstueck, wenn man es so nennen kann. Nur leider wenig Tiere gesehen, von daher gehts wohl uebermorgen oder so nochmal ins Pantanal … 8m lange Anakondas wollt ich mir ungern entgehen lassen ….